#62 Vom Medizintechnikstudium zur Regulatory Affairs Managerin – ein persönlicher Weg

Shownotes

MedTalk ON AIR

62. Folge MedTalk on Air – Vom Medizintechnikstudium zur Regulatory Affairs Managerin – ein persönlicher Weg mit Chiara Meyer, Regulatory Affairs Managerin

Wer Regulatory Affairs hört, denkt häufig zuerst an Gesetze, Normen und Dokumentation. Tatsächlich verbindet das Berufsfeld technisches Verständnis, wissenschaftliches Arbeiten und strategisches Denken – und übernimmt eine zentrale Rolle dabei, innovative Medizinprodukte sicher auf den Markt zu bringen. In dieser Folge sprechen wir mit Chiara Meyer über ihren Weg von ihrem Bachelorstudium Industrial MedTec über den berufsbegleitenden Master Regulatory Affairs bis zu ihrer heutigen Tätigkeit als Regulatory Affairs Managerin bei der Aesculap AG. Wir erfahren, wann sie ihre Begeisterung für Regulatory Affairs entdeckt hat, was den Arbeitsalltag abwechslungsreich macht und welche Eigenschaften für eine erfolgreiche Laufbahn wichtig sind. Außerdem geht es um lebenslanges Lernen und die besonderen Chancen in einer starken Medizintechnikregion.

Themen der Episode • Der persönliche Weg von Industrial MedTec zu Regulatory Affairs • Was Regulatory Affairs jenseits von Gesetzen und Dokumentation ausmacht • Aufgaben, Schnittstellen und strategische Verantwortung im Berufsalltag • Erfahrungen aus dem berufsbegleitenden Master Regulatory Affairs • Warum kontinuierliche Weiterbildung zum Berufsbild gehört • Karrierechancen für junge Fachkräfte in der Medizintechnikregion

Unser Gast in dieser Episode:
Chiara Meyer, Regulatory Affairs Managerin, Aesculap AG

Unsere Gastgeberin in dieser Episode:
Julia Steckeler, Geschäftsführerin der MedicalMountains GmbH

Der Medizintechnik-Podcast wird präsentiert von der MedicalMountains GmbH.

Links
Web: www.medicalmountains.de
Podcast: medtalk.podigee.io
LinkedIn: @medicalmountains

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Metalk on Air, dem Podcast von Medical Mountains.

00:00:14: Regulatory Affairs Warum entscheiden sich immer mehr Menschen ganz bewusst für diesen Karriereweg?

00:00:20: Wer den Begriff zum ersten Mal hört denkt oft an Gesetze, Normen und Dokumentation.

00:00:25: Tatsächlich steckt aber viel mehr dahinter.

00:00:27: Regulatory Affairs verbindet Technik, Wissenschaft und strategisches Denken – und sorgt dafür, dass innovative Medizinprodukte sicher ihren Weg zu den Patientinnen und Patienten finden.

00:00:38: Doch wie entdeckt man dieses Berufsfeld überhaupt?

00:00:40: War das schon immer der Plan oder entwickelt sich diese Leidenschaft erst im Studium oder vielleicht auch erst im Berufsalltag?

00:00:46: Genau darüber möchten wir heute sprechen!

00:00:49: Mein Gast ist heute Chiara Meyer.

00:00:51: Nach ihrem Bachelor-Studium in Industrial MedTech an der Hochschule Furtwangen hat sie berufsbegleitend den Master Regulatory Affairs absolviert und arbeitet heute als Regulatory Affairs Managerin bei der S-Colab AG.

00:01:02: Gemeinsam möchten wir ihren Weg nachzeichnen, was macht Regulinary Affairs dann so spannend?

00:01:07: Und warum hat es sich für den Berufsbekleidenden Master entschieden?

00:01:11: Wie wichtig ist kontinuierliche Weiterbildung und weshalb lohnt sich dieser Karriereweg gerade in unserer Medizintechnikregion auch besonders?

00:01:19: Ich freue mich total, dass du Da bist du Chiara und bin gespannt, was du nachher erzählst.

00:01:24: Ja danke, dass ich da sein darf!

00:01:25: Ich bin gespannt auf die Fragen.

00:01:27: Gucken wir mal... Wenn dir im ersten Semester deines Bachelorstudiums jemand gesagt hätte, dass du irgendwann mal Regulatory Affairs Managerin wirst, hättest du ihn geglaubt?

00:01:39: Nein, ich habe wahrscheinlich gesagt, was ist Regulative Affairs

00:01:42: überhaupt?!

00:01:42: Ich hätte es im ersten semester definitiv nicht gewusst.

00:01:46: Okay, warum hast du dich damals Aber für Industrie und Medtech entschieden.

00:01:50: Also Medizintechnik war schon immer dein Wunsch?

00:01:53: Nee, tatsächlich auch nicht!

00:01:55: Ich wollte eigentlich Piloten werden oder Meeresbiologie studieren.

00:01:59: Aha okay... Also was ganz anderes.

00:02:00: und kurz vor dem Abitur in den letzten Physikstunden haben wir bildgebende Verfahren durchgenommen.

00:02:06: die fand ich dann so interessant dass sich gedacht habe wieso eigentlich nicht?

00:02:09: als Studium hat mich dann informiert und hab gesehen ok tut liegen viele Unternehmen Praxis-Erfahrung und so bin ich dann hier gelandet.

00:02:16: Und man musste zusagen, du kommst nicht aus dem Süden?

00:02:19: Nee genau!

00:02:19: Ich komme aus Hamburg ursprünglich.

00:02:21: Und hast dich dann tatsächlich hier runter beworben und hast gesagt jetzt probiere ich das wegen den bildgebenden Verfahren okay Und während des Studiums hast du dann ja aber schon in diesem Cluster hier, weil wir haben ja hier mods das Ökosystem wirklich mit vielen Medizintechnik-Herstellern ja auch schon verschiedene Unternehmen kennengelernt.

00:02:37: Du warst dann auch Praktikantin bei Trumpf und bei Davy Meade, war als Berufseinsteigerin später dann bei der Firma Paarjung.

00:02:43: Wann hast du denn gemerkt dass Regulatory Affairs dein Thema werden könnte?

00:02:47: Gab es da irgendein Moment an dem dir das klar wurde?

00:02:51: Ich wollte die unterschiedlichen Erfahrungen sammeln, also in der Entwicklung und in der Produktion.

00:02:56: Bin dann bei Davy Methe Richtung Qualitätsmanagement gegangen und hab damit externen Beratern zusammengearbeitet was total spannend war.

00:03:03: und dann habe ich gesagt das wäre doch eigentlich auch etwas!

00:03:06: Und hab meine Vertiefungsrichtung im Bachelor tatsächlich eher noch danach ausgerichtet.

00:03:11: und so bin ich dann immer weiter in dieses RA-Feld reingerutscht.

00:03:16: Aber das heißt, auch im Studium hast du Regulatory Affairs relativ spät erst kennengelernt.

00:03:21: Also nach den Praktika und hast dich dann erst vertieft?

00:03:24: Jetzt denken ja erstmal wirklich extrem viele an... Oh Gott!

00:03:27: Ich habe es nur noch mit Normen zu tun, mit Gesetzen zu tun und nur noch Mit Dokumenten zu Tun.

00:03:33: Was macht denn den Beruf für Dich persönlich so spannend?

00:03:36: was fasziniert Dich bis heute?

00:03:38: Mich fasziniert die Zusammenarbeit mit allen anderen Abteilungen dadurch, dass er also die Schnittstelle bildet.

00:03:44: Man arbeitet mit der Entwicklung, man arbeitet mit Kliniken, man arbeitete mit der Produktion teilweise sogar und mit dem Qualitätsmanagement.

00:03:52: Und klar, man hat viel mit Normen und Gesetzen zu tun.

00:03:55: aber am Ende ist es viel auch die Strategie, die dahinter steckt, die Kommunikation mit den anderen Abteilungen das lösungsorientierte Arbeiten, die Lösungsfindung um diese regulatorischen Aspekte richtig aufzugreifen und richtig umzusetzen.

00:04:09: Das ist das, was eigentlich so spannend ist dadurch dass jeden Tag gefühlt neue regulatorische Anforderungen

00:04:14: kommen.".

00:04:15: Jetzt haben wir hier vielleicht Hörer die gar nicht wissen... Was ist denn das eigentlich genau?

00:04:19: Und ich habe es jetzt vorher auch nicht im Detail erzählt.

00:04:21: Deteil wäre wahrscheinlich auch zu viel aber wenn du jetzt einem anderen Studenten der jetzt vielleicht MATHEC studiert im technologischen Sinne in zwei Sätzen erklären müsstest, was Regulatory Affairs eigentlich macht.

00:04:33: Regulatory Affairs bildet die Schnittstelle zwischen einer Abteilungen, stellt am Ende die Dokumentation so zusammen dass sie auch für Dritte verständlich ist und damit Produkte auf den Markt gebracht werden können.

00:04:44: Sodass Sie dann eben für Anwender- und Patienten für dritte zugänglich sind und angewendet werden können.

00:04:50: Also es ist das Mindset dahinter eigentlich.

00:04:52: Ich habe ein tolles Produkt bei einem Hersteller von dem ich überzeugt bin was mich fasziniert Und mein Job ist das überall auf der Welt den Patienten zugänglich zu machen.

00:05:01: Genau!

00:05:01: Wenn ich ein Produkt entwickelt habe, dann bringt mir das am Ende nichts.

00:05:04: Ich brauche definitiv Regulatory Affairs damit es auch angewendet werden kann dann am Ende an Patienten.

00:05:09: Spannend

00:05:10: dass du Regulatory Affairs sagst und ich sage Regulinary Affairs?

00:05:13: Was ist in der richtige... wie betont man's denn jetzt

00:05:17: richtig?!

00:05:17: Das weiß

00:05:17: es tatsächlich gar nicht.

00:05:18: Ich glaube das sagt doch irgendwie jeder anders.

00:05:20: Jeder

00:05:20: anderes.

00:05:20: Dann machen wir einfach eine Mischung draus.

00:05:22: Vielleicht ist

00:05:23: es so.

00:05:23: ein Dialekt-Ding.

00:05:24: Kann ja auch sein.

00:05:25: Das

00:05:25: kann sein.

00:05:26: Und was macht denn...?

00:05:27: einen guten Regulatorie-Festmanager aus, welche Eigenschaften sollte man immer mitbringen?

00:05:32: Man sollte definitiv offen sein für Neues.

00:05:34: Wenn man im Bereich erarbeitet weiß man wie schnell sich da die Sachen ändern können.

00:05:40: wenn ich heute nach Hause gehe kann morgen die Welt schon wieder ganz anders aussehen.

00:05:43: das heißt ich muss immer flexibel bleiben.

00:05:45: auch in meiner Arbeitsweise darf mich nicht festfahren in Prozesse oder sonstiges sondern muss immer bereit sein dafür die neuen Anforderungen wieder umzusetzen.

00:05:53: Kommunikationsstark muss ich sein klar kommunizieren können, dass sich eben genau diese komplexen regulatorischen Aspekte eventuell an Dritte die das jetzt nicht so ganz verstehen.

00:06:04: Klar und einfach formuliert eben rüberbringen kann wie die das am Ende umsetzen müssen.

00:06:09: weil Umsätzen tut Regulatory Affairs am Ende nicht wirklich sondern sie gucken ob die Sachen richtig umgesetzt wurden.

00:06:17: Die Umsetzung selber liegt ja in den Fachabteilungen Das

00:06:20: heißt interne Kommunikation

00:06:22: Aber natürlich auch nach extern

00:06:24: dann mit den benannten Stellen und so weiter.

00:06:27: Das

00:06:27: ist natürlich das Wichtige, dass man Entscheidungen begründen kann.

00:06:30: warum habe ich es so gehandelt?

00:06:33: Und wenn Rückfragen kommen, dass ein Standhaft bleibt in seiner Position und sich nicht noch mal eine Ecke drehen lässt und doch wieder alles über einen Haufen schmeißt.

00:06:40: Spannend!

00:06:41: Gibt es auch Vorurteile jetzt in eurer Regulatory Affairs Community oder vielleicht auch von Kollegen aus Unternehmen die dich regelmäßig zum Schmunzeln bringen?

00:06:49: Ja, ich finde es spannend.

00:06:50: Also ganz viele sagen immer so

00:06:52: R.A.,

00:06:53: ihr arbeitet doch nur mit Dokumenten das ist doch super langweilig.

00:06:56: Ihr stellt Dokumente zusammen und erstellt selber Dokumete und mehr macht ihr doch gar nicht.

00:07:01: euch braucht man eigentlich überhaupt gar nicht.

00:07:02: okay und dass

00:07:04: höre ich immer wieder

00:07:05: Und das kriegt ihr auch nicht geändert?

00:07:07: Nein

00:07:09: Das heißt wir arbeiten hier auch ein bisschen für Verständnis.

00:07:11: Wahrscheinlich schon Dass man vielleicht den Beruf besser verstehen kann.

00:07:14: ja das heißt Du hast es jetzt auch schon so ein bisschen gesagt.

00:07:18: Regulatory Fairs ist schon auch administrativ klar, aber eben nicht nur sondern durchaus strategisch geworden

00:07:26: Definitiv.

00:07:26: Ich fand es schon immer strategisch und nicht administrativ.

00:07:29: Seit ich angefangen habe zu spielen, gab's immer unterschiedliche Märkte.

00:07:33: Du hattest unterschiedliche regulatorische Anforderungen.

00:07:36: Du musst natürlich denken okay wo lässt du dein Produkt zuerst?

00:07:39: Zu welcher Anforderung gilt es zu berücksichtigen?

00:07:41: Sollte ich einen gewissen Markt vielleicht auslassen weil ich diese regulatorischen Anforderungs- eventuellen nicht erfüllen kann.

00:07:46: Weil die da strenger sind als in anderen Märkten oder solche Sachen.

00:07:51: also ich brauche definitiv eine regulatorische Strategie um überhaupt meine Produkte auf den Markt bringen zu können und ohne Strategie funktioniert das Ganze gar nicht.

00:08:00: Und wie viel Raum nimmt es ein?

00:08:01: Kann man sagen, fifty-fifty, also fünftig Prozent strategisch, fünfzig Prozent Abwicklung oder kann man das gar nicht sagen?

00:08:08: Ich glaube, man kann das gar nicht sagen.

00:08:09: Vielleicht kommt es da auch ein bisschen auf die Unternehmensgröße mit drauf an?

00:08:13: Also jetzt habe ich wenig mit dem Administrativen zu tun was in meinen vorherigen Stufen teilweise anders der Fall war dass man da auch das administrative Mitgemacht hat Jetzt tatsächlich wie gesagt gar nicht mehr in diesem administrativen.

00:08:27: Und dann wie du auch vorhin schon gesagt hast Es kann sich jeden Tag oder etwas ändern und man weiß halt nie wann.

00:08:33: Das heißt, ein Überraschungseffekt ist immer dabei.

00:08:36: Was tue ich als nächstes?

00:08:38: Wenn du abends nach Hause gehst und denkst heute habe ich wirklich was Sinnvolles gemacht!

00:08:44: Wann sind solche

00:08:45: Tage?!

00:08:46: wenn ich Dinge entdecke, die vielleicht regulatorisch nicht ganz sauber dokumentiert wurden und wir das dann glattziehen oder gewisse Sachen nochmal anders formulieren damit es einfach deutlicher wird.

00:08:58: Und dann gehst du nach Hause und denkst so hey jetzt hast Du wieder was glattgezogen?

00:09:02: Oder durch neue Ideen dass man regulatorische komplexe Themen löst und neue Ansätze entdeckt und dann nachhause geht und sagt Hey!

00:09:10: Heute habe ich den Prozess effizienter gestaltet durch eine Idee, die durch irgendeine neue regulatorische Anforderung aufgekommen ist.

00:09:18: Oder aber auch

00:09:19: heute

00:09:19: habe ich unser Produkt in einem ganz neuen Markt zugegeben?

00:09:22: Genau das natürlich auch!

00:09:24: Ganz klar indem man die Produkte zugänglich macht für den Anwender und für den Patienten.

00:09:28: Das ist sowieso der Wow-Effekt in diesem Job.

00:09:31: Man kommt nach Hause und denkt sich hey cool, heute hab' ich was dafür getan.

00:09:36: Das

00:09:36: heißt es kommt sehr oft vor

00:09:37: Ja, es ist natürlich ein langer Prozess bis man da überhaupt mal hinkommt.

00:09:40: Also da steckt eine Menge Vorarbeit natürlich auch davor.

00:09:44: Also so häufig ist das leider gar nicht.

00:09:46: Aber wenn es dann vorkommt?

00:09:48: Wenn es dann vorkommt, ist natürlich umso schöner!

00:09:50: Das

00:09:50: glaube ich ja.

00:09:51: nochmal zurück zum Studium... Beziehungsweise nach deinem Bachelor-Studium bist du direkt ins Berufsleben gestartet, hast dich dann aber recht schnell entschieden weiterzumachen und zwar den Master in Regulatory Affairs tatsächlich zu machen.

00:10:06: Und zwar berufsbegleitend.

00:10:08: warum?

00:10:08: was war deine Motivation dahinter gleich weiterzumachen?

00:10:12: Wir haben in dem Vertiefungszweig im Bachelor tatsächlich die Themen ganz grob nur angeschnitten, ohne dass man jetzt sagen kann okay ich komme aus dem Bachelorstudium raus und kann wirklich direkt bei RA einsteigen.

00:10:23: Wenn ich in diese Richtung gehe wollte ich ein fundiertes Wissen haben und Leute auch in den Bereich beraten können das sich hingehen kann und sagen kann hey so und so solltet ihr das umsetzen wenn was vielleicht nicht korrekt umgesetzt wurde?

00:10:37: Und dafür braucht man halt eben ein tieferes wissen.

00:10:41: Da war der Master ganz neu und da habe ich mich dann dazu entschieden, den Master zu machen.

00:10:45: Und du hast dich entschieden das Berufsbegleiten zu machen also auf der einen Seite zu arbeiten, auf der anderen Seite zu studieren?

00:10:51: Wie gut lässt sich das denn für ein Studium und Beruf?

00:10:54: Ich wollte es tatsächlich damals nicht berufsbeleiten machen.

00:10:58: Ich hätte es am liebsten in Vollzeit gemacht aber die Option gab's gar nicht!

00:11:01: Ich hab dann angefangen mit zwanzig Stunden die Woche zu arbeiten.

00:11:06: Drei Tage habe ich damals gemacht und den Rest der Zeit hatte ich quasi frei für mein Studium zur Verfügung.

00:11:13: Da war es natürlich super entspannt, weil das so nebenher lief eigentlich und Vorlesungen waren alle vier bis sechs Wochen ein langes Wochenende also Donnerstag Freitag Samstag oder nur Freitags Samstag Und ein Abend in der Woche anderthalb Stunden.

00:11:28: Das ging also relativ gut, ich hab dann auch irgendwann die Stunden aufgestockt und habe dann achtzig Prozent gearbeitet.

00:11:35: Auch damit war das immer noch... Total vereinbar, also Studium und Berufsleben.

00:11:39: Na klar in Prüfungszeiten und wenn viele Abgaben waren wird es natürlich mal stressig und das braucht auch so ein bisschen Organisation.

00:11:47: aber an sich kann ich das in dem Bereich auf jeden Fall empfehlen.

00:11:50: Zumal man ja auch das Gelernte direkt anwenden kann.

00:11:53: Also das war natürlich super schön!

00:11:56: Der große Vorteil dann auch, das Gelernte immer gleich schon anzuwenden und daraus wieder zu lernen.

00:12:00: Und vielleicht mit neuen Fragen zurück zum Master zu gehen oder?

00:12:03: Ja,

00:12:04: das stimmt!

00:12:04: Wir waren eine kleine Gruppe in dem Master, was natürlich auch sehr von Vorteil war.

00:12:07: Das heißt gewisse Themen konnte man natürlich immer mitnehmen und hat mit unterschiedlichsten Leuten... sechs oder sieben Leute, konnte man diese Sachen dann natürlich diskutieren.

00:12:17: Eigentlich waren die Vorlesungen immer ja wie so eine Art Workshop wenn man in die Richtung abdriften wollte.

00:12:22: Netzwerk und Austausch.

00:12:24: Total!

00:12:24: Die Kommilitonen waren meistens auch hier bei irgendwelchen Medizintechnikfirmen oder Unternehmen dann auch angestellt?

00:12:31: Ja

00:12:31: ich habe damit bekommen.

00:12:32: in den nachfolgenden Semestern waren auch viele als Quereinsteiger damit rein rutscht sind.

00:12:38: Wir hatten auch einige, die nur einzelne Module mitgemacht haben und nicht den kompletten Master.

00:12:43: aber bei mir im Semester waren tatsächlich alle natürlich unterschiedliche Funktionen, unterschiedliche Abteilungen auch nicht immer direkt

00:12:49: R.A.,

00:12:50: aber ja aller aus der Medizintechnikbranche.

00:12:52: Und habt ihr nach wie vor Kontakt?

00:12:54: Ja, haben wir tatsächlich!

00:12:55: Das heißt das Netzwerk

00:12:57: ist bestehend geblieben?

00:12:58: Okay und der Austausch nachwiefer auch... Es ist

00:13:01: doch immer noch.

00:13:01: bei gewissen Problemen sagt man dann hey Wer könnte denn da weiterhelfen?

00:13:05: Geht dann wieder auf die Person zurück, also das ist großer Vorteil.

00:13:09: Sparringspartner fürs Leben.

00:13:11: Ja

00:13:11: genau!

00:13:11: Das ist

00:13:12: ja auch schön.

00:13:13: und gab es aber trotzdem Momente wo du dachtest oh warum mache ich das eigentlich arbeiten und studieren?

00:13:18: und falls ja was hat dir dann geholfen daran zu bleiben?

00:13:22: Ja tatsächlich immer in der Prüfungsphase wo man dann dachte so noch eine Klausur Aber man ist dann jedes Mal wieder nach Hause gegangen, nach diesen Präsenzzeiten und konnte was mitnehmen.

00:13:33: Was man auch wieder im Berufsalltag anwenden konnte.

00:13:36: Das hat natürlich motiviert, dann doch dran zu bleiben weil du dann dachtest okay nächstes mal wenn ich hingehe irgendwas nehme ich doch wieder mit was sich direkt wieder anwänden kann und dadurch war das gar kein Problem.

00:13:47: Das heißt, im Nachhinein bist du vielleicht sogar ein Stück weit dankbar.

00:13:50: Dass es nur berufsbegleiten

00:13:51: kann.

00:13:51: Auf jeden Fall!

00:13:52: Ich würde es auch jedem empfehlen tatsächlich nur begrufs begleiten zu machen und nicht als Vollzeitmaster.

00:13:57: Wurdest du zu deinem Glück sozusagen gezwungen?

00:13:59: Ja

00:13:59: genau.

00:14:00: Ist doch aber auch schön.

00:14:01: Das heißt wenn du jetzt auch nochmal auf den Anfang deines Bachelorstudiums zurückgucken würdest... Würdest du den gleichen Weg wiedergehen?

00:14:09: Ja, ich würde vielleicht mit dem Hintergrund jetzt durch diese Vertiefungszweige ... Ich hatte Produkt- und Prozessmanagement als Vertiefungszweig.

00:14:18: Das war natürlich schon sehr hilfreich, weil man natürlich diese Prozessverständnisse schon hatte.

00:14:23: Aber ich würd vielleicht andere Wahlfächer, Wahlmodule anders wählen, die noch ein bisschen mehr im Bereich R.A.

00:14:29: gehen.

00:14:30: Ich hab damals gewählt, was passt von den Zeiten her gut in den Vorlesungsplan rein?

00:14:35: Dass wir dich heute einmal ansehen!

00:14:38: Ja gut, das ist tatsächlich was.

00:14:40: Da wächst man einfach am Leben mit den manchen Dingen.

00:14:43: Aber schön dass du so ehrlich bist.

00:14:45: Damals war bloß Freitags keine Vorlesung.

00:14:48: Das war...

00:14:49: Wie es halt so viele Studenten auch machen würde?

00:14:51: So

00:14:52: ist es!

00:14:52: Nichts falsch ist dran.

00:14:54: Jetzt haben wir viel über Studium gesprochen.

00:14:56: Schauen wir uns mal deinen Arbeitsalltag an.

00:14:59: also ich habe es vorher schonmal erwähnt.

00:15:00: Du bist inzwischen Regulatory Affairs Managerin bei Escolab.

00:15:04: Wie sieht denn so ein Typischer Arbeitstag aus?

00:15:07: oder gibt es den überhaupt?

00:15:09: Nee, tatsächlich gibt's den gar nicht.

00:15:11: Also es sind so viele Sachen.

00:15:13: klar man hat gewisse Themen die kommen immer wieder und das ist Routine.

00:15:17: Aber es kommen immer so viele spontane Sachen dazu wie irgendwelche Änderungen am bereits zugelassenen Produkt, die bearbeitet werden müssen.

00:15:25: Die bewertet werden müssen neue regulatorische Anforderung, die auftreten und die dann natürlich auch berücksichtigt werden müssen.

00:15:33: das heißt dass ist eigentlich so ein kontinuierlicher Prozess und jeden Tag kommt man zur Arbeit und es kann sich komplett geändert haben.

00:15:40: eigentlich der eigentliche geplante Tagesablauf.

00:15:43: Gucken wir mal auf die letzten zwölf Monate, wie oft hast du da gedacht?

00:15:46: Das muss ich mir jetzt erst einmal anschauen.

00:15:47: Das ist neu.

00:15:49: Tatsächlich häufig!

00:15:50: Ich habe das sehr, sehr häufig, dass ich mir denke nicht, dass sich jetzt die Antworten nicht weiß.

00:15:54: aber wenn ich irgendwas gefragt werde, denke ich mir ganz oft willst du die Antwort jetzt tatsächlich geben oder willst du nicht lieber nochmal gucken ob das tatsächlich immer noch die richtige Antwort wäre weil sich in deinem Bereich so viel weiterentwickelt und so viele neue oder neu definierte Anforderungen hoch kommen, dass man das tatsächlich gar nicht sich darauf verlassen kann.

00:16:17: Dass das Wissen von gestern heute noch aktuell ist also muss ich tatsächlich sagen fast täglich!

00:16:22: Okay und mit welchen Abteilungen arbeitest du jetzt sehr eng zusammen?

00:16:28: Ganz viel mit der Entwicklung, mit dem Qualitätsmanagement, mit Kliniquel... Das sind eigentlich so die Hauptbereiche.

00:16:35: Und wenn du jetzt morgens zur Arbeit gehst Worauf freust du dich am meisten?

00:16:39: Tatsächlich auf die Zusammenarbeit, auf die neuen Herausforderungen, die auftreten.

00:16:44: Ich bin eine Person, die auch gerne solche neuen Themen diskutiert und auch gewisse alte Themen ... ich habe keine Angst davor jetzt, alte Themen, die schon als abgeschlossen gelten wenn sich die Sachen in der Zeit geändert haben, die gerade noch mal neu aufzuräumen weil sie vielleicht sich mittlerweile geändert haben.

00:17:01: Solche Sachen gibt es ja immer wieder und genau auf diese neuen Herausforderungen, das motiviert mich jeden Tag wieder aufzustehen und zur Arbeit zu

00:17:08: gehen.".

00:17:09: Und das macht ihr auch mit am meisten Spaß in dem Fall?

00:17:11: Ja tatsächlich!

00:17:13: Komplexe Sachverhalte zu lösen.

00:17:15: Ja genau neue Lösungen entwickeln, Sachen optimieren...

00:17:20: Ist das vielleicht auch der Moment wo du immer wieder denkst genau deshalb mache ich den Beruf?

00:17:23: Ja tatsächlich, weil's

00:17:25: immer spannend bleibt.

00:17:26: So ist es

00:17:27: Schön, dass wir da mal mit aufräumen können.

00:17:29: Dass es eben nicht nur um trockene starre Dokumente geht, sondern

00:17:33: dass

00:17:33: da wirklich viel mehr dahinter steckt!

00:17:35: Man hat viele Dokumenten zu tun aber man schiebt sie nicht nur von A nach B.

00:17:40: Sondern was man drauf macht

00:17:41: ist das

00:17:41: Spannende, was dahintersteckt.

00:17:43: und auch was muss ich vielleicht inhaltlich an diesen Dokumentern?

00:17:47: Wo muss sich da noch einmal ran gehen um eine neue Anforderung umzusetzen oder eine Neue Anforderungen mit einzubauen solche ganzen Sachen, die ja oft vergessen werden oder nicht gesehen werden wenn ich jetzt nur an Regulatory Affairs denke.

00:18:01: Und eben auch mit welchen Menschen aus dem Unternehmen muss sich in ein tieferes intensiveres Baring gehen um vielleicht auch gemeinsam wieder neue Dinge zu entdecken und Lösungen?

00:18:11: Genau!

00:18:12: Ganz häufig kommt es dass mittlerweile Leute sagen so hey wie sie haben wir das nicht früher schon so gemacht.

00:18:17: aber das ist halt.

00:18:17: wenn Sachen neu... definiert oder klarer definiert werden, dann kommen halt genau diese Aha-Momente.

00:18:23: Und das ist natürlich schön, dass man das als Regulator erfährt aus der sich immer wieder aufrollen kann

00:18:28: und auch das Bild, das sich ständig entwickelt.

00:18:30: Definitiv?

00:18:31: Und weiterentwickelt.

00:18:32: Definitive?

00:18:34: Toll!

00:18:35: Klingt spannend.

00:18:36: jetzt habe ich auch schon Lust noch mal mehr zu machen.

00:18:39: Ich kann dem Master nur empfehlen also.

00:18:41: Super wir sitzen ja hier mitten im Medizintechnik-Cluster der Medical Mountains im Herzen, das heißt ja auch immer so schön nach draußen im Weltzentrum.

00:18:52: Welche Chancen bietet denn auch ein Cluster wenn man jetzt hier studiert und anfängt zu arbeiten für junge Regulatory first Spezialisten?

00:19:00: Oh, sehr viel.

00:19:01: Die Entwicklungsmöglichkeiten sind sehr groß.

00:19:04: auch innerhalb des Unternehmens kann man sich weiterentwickeln.

00:19:07: aber hier hat man so viele Möglichkeiten.

00:19:09: wenn man sagt ich möchte noch mal ein Perspektivwechsel oder andere Produkte betreuen oder sonstiges gibt es hier soviel Auswahl auch von kleinen Unternehmen zu großen Unternehmen zur Beratungsunternehmen.

00:19:22: Ich sage wenn man im Bereich Regulatory Affairs arbeitet wäre man eigentlich blöd weil man hier weggehen würde.

00:19:27: und Jetzt mal, wenn man sagt okay ich habe jetzt ein Mega-Arbeitgeber.

00:19:32: Ich bin super überzeugt von diesen Produkten und ich liebe diese Produkte.

00:19:35: Ich möchte genau die Produkte in den Markt bringen das heißt nicht nur den Perspektivwechsel zum Beispiel irgendwann auch mal zu wechseln.

00:19:42: was bietet ihr dieses Ökosystem hier dann trotzdem?

00:19:45: Aus

00:19:45: so dadurch dass wir so viele Unternehmen sind trifft man natürlich auch viele Unternehmen oder Personen aus anderen Unternehmen lernt neue Leute kennen und da ist es ganz interessant Jedes Unternehmen setzt die regulatorischen Anforderungen anders um.

00:19:59: Alle im Grund gleich, aber in den Einzelheiten dann doch verschieden.

00:20:04: und durch dieses große Cluster kann man sich natürlich mit anderen Personen immer wieder austauschen und kommt immer wieder ein Gespräch wo man dann denkt so hey vielleicht sollte ich das bei uns doch nochmal überdenken wie es gemacht wird.

00:20:16: also man kriegt immer neue Anregungen die man selber auch mitnehmen kann.

00:20:20: das ist natürlich einer der enorm Vorteile

00:20:24: umgangssprachlich zu sagen, ich kriege also nicht nur einen geilen Arbeitgeber sondern ich krieg ein ganzes Ökosystem dazu.

00:20:29: Ja

00:20:29: genau!

00:20:32: Mit dem ich mich austauschen kann und weiter lernen kann und Impulse mitnehmen kann aber auch natürlich Impulse geben kann.

00:20:37: Also weil die eigene Meinung ist ja natürlich nicht immer gleich die hundertprozent richtige oder einzig korrekte Meinung auch wenn man am Anfang vielleicht davon überzeugt ist aber durch andere Meinungen andere Leute Denkansätze kriegt man dann doch immer wieder noch neue Perspektiven, die man selber für sich mitnehmen kann.

00:20:55: Was man gemeinsam alles

00:20:57: verbessern

00:20:58: kann?

00:20:58: Schön!

00:20:59: Ja, mit dem festen Job... ist das Lernen aber jetzt wahrscheinlich trotzdem nicht abgeschlossen, auch wenn du keine Klausuren mehr hast und keine Examen mehr und keine Projektarbeiten mehr.

00:21:08: Aber du hast es selber gesagt, dass es so volatiles entwickelt sich so viel in dem Bereich und doch immer wieder kommen neue Entwicklungen Veränderungen sei es am Gesetzestexten an Normen an Prozessen.

00:21:19: Das heißt man muss sich permanent weiter entwickeln Und ich glaube Du hast es vorher sogar selber auch gesagt Permanent weiter lernen.

00:21:26: also man lernt immer weiter.

00:21:27: wie hältst du denn dein Wissen aktuell?

00:21:30: Auf unterschiedlichsten Arten, also ganz viel über Newsletter.

00:21:34: Austausch mit anderen Firmen oder mit Kollegen aus anderen Firms sage ich immer gerne durch Workshops, durch Seminare, Arbeitsgruppen... Und da gibt es ja auch hier sehr, sehr viele Möglichkeiten.

00:21:45: Unter anderem durch euch, wo ihr natürlich ein breites Spektrum an Veranstaltungen habt, die eigentlich alles abdecken oder eure Mit-Eliens Arbeitsgruppen.

00:21:55: Der Vorteil ist, dass da viele Unternehmen zusammenkommen und genau das ist was ich meinte.

00:21:59: Viele Unternehmen, viele Personen und unterschiedliche Denkansätze.

00:22:03: Gerade aus solchen Veranstaltung, so Workshopveranstaltung kommt man dann nach Hause.

00:22:09: Vielleicht sollte ich das bei uns doch noch mal überdenken.

00:22:11: Und tatsächlich, das erleben wir auch immer wieder.

00:22:13: Natürlich hat jeder seine eigenen Prozesse, seinen eigenen Vorgehensweisen aber die Impulse, die man mitnimmt irgendwie lernen alle gegenseitig voneinander und was mir immer wieder gefällt ist es teilt auch jeder gerne sein Wissen

00:22:25: Na klar, weil man natürlich auch immer vom Wissen der anderen profitiert.

00:22:28: Also wenn jeder das Wissen für sich behält ich glaube dann kommt man eigentlich gar nicht mehr wirklich vorwärts.

00:22:33: und irgendwann gibt es so viele regulatorische Anforderungen dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll die umzusetzen.

00:22:39: Und gibt es ganz bestimmte Formate.

00:22:41: wo du sagst die lasse ich mir nie entgehen da nehme ich immer was für mein Berufsalltag mit?

00:22:45: Doch das ist eine gute Frage.

00:22:46: tatsächlich ja so Workshops wo man immer mit anderen Unternehmen zusammenarbeitet oder auch mit anderen Leuten, oder auch ein Fachexperten dabei hat.

00:22:56: Also alles was nicht dieses einer steht vorne und erzählt sondern wo man wirklich in diesen Austausch kommt.

00:23:03: bei ganz häufig ist es so wenn nur einer erzählt und die geben dann dieses best practice wie's aus ihrer Sicht der Fall ist aber man kriegt eine sicht mitgeteilt.

00:23:13: Aber ich sag gute Prozesse entstehen auch oft aus dem Zusammenspiel von vielen guten Gedanken die dazu beitragen können.

00:23:20: Also alles, was Austausch im Fokus stellt und jetzt kein klassisches.

00:23:24: Ich muss mich jetzt von e-Learning setzen und da meine Folien runterlesen für mich selbst sondern ich möchte mich mit anderen Austauschen und Perspektiven gewinnen.

00:23:31: Ich

00:23:32: mag es doch total gerne wenn Veranstaltungen in Präsenz sind und man die Leute nochmal vor sich hat und dann darf vielleicht auch noch mal ganz andere... Gespräche führen kann oder auf ganz andere Themen kommt, als wenn alle online zusammensitzen und man nicht mal die Gesichter von den Leuten teilweise sieht.

00:23:47: Absolut!

00:23:48: Und nichts unterschätzen – das predigen wir auch immer wieder, wenn wir sagen bitte kommt in Präsenz zu den Veranstaltungen.

00:23:53: Nichts unterschätzen sind die Pausengespräche?

00:23:55: So ist es.

00:23:57: Das sind eben diese Nebenplätze wo ja dann doch am meisten eigentlich passiert.

00:24:00: mit

00:24:01: Schön, dass du die auch nutzt.

00:24:02: Wir freuen uns da immer wieder!

00:24:04: Ein guter Arbeitskollege hat damals gesagt, die besten Gespräche entstehen an der Kaffeemaschine und so ist es ja auch bei Veranstaltungen.

00:24:11: oftmals entstehen genau diese Gespräche in den Pausen auch.

00:24:15: Ja und dann kommt einer auf ein Thema und dann wirds weiterentwickelt und dann kommen vielleicht von rechts und links doch noch jemand dazu ne?

00:24:20: Und dann wird gemeinsam diskutiert das stimmt.

00:24:22: Das heißt, dann ist Regulatory Affairs wahrscheinlich einer der wenigen Berufe wo Weiterbildung kein Bonus in dem Sinne ist sondern eigentlich wirklich Teil des Berufsbildes.

00:24:32: Es ist eigentlich eine Voraussetzung, also ich sage wenn ich mich da nicht weiterbilde und stehen bleibe dann komme ich auch irgendwann nicht mehr weiter.

00:24:39: Also ja dann überholen wir an die ganzen regulatorischen Anforderungen.

00:24:42: Ich kann das gar nicht mehr umsetzen weil mein Wissen ist dann beschränkt auf dass so habe ich das schon immer gemacht.

00:24:49: Mein Lieblingssatz Neue Perspektiven sind immer Gold wert.

00:24:53: Man muss Macher sein.

00:24:55: Ja

00:24:55: lebenslanges Lernen

00:24:56: Sehr schön.

00:24:57: Werfen noch mal einen Blick nach vorne.

00:24:59: glaubst du dass KI, was ja jetzt auch mehr genutzt wird den kompletten Bereich Regulatory Affairs verändern wird?

00:25:06: Oder das sie Regulatory Affairs vielleicht sogar noch besser macht.

00:25:10: Ich glaube nicht, dass KI den Bereich ersetzen wird.

00:25:14: eine KI muss auch immer lernen und so häufig wie bei Regulinary Affairs da neue Gesetze oder neue Guidances aus dem Boden geschossen kommen sag ich mal So schnell kann die KI gar nicht lernen.

00:25:26: Da braucht es doch noch dem menschlichen Kopf dahinter der das vielleicht auch noch mit angeht.

00:25:31: Also ersetzen auf gar keinen Fall, ich sage aber die Arbeitsweise wird sich verändern.

00:25:35: also man wird viel mehr mit KI zusammenarbeiten.

00:25:39: eigentlich wird sich der Fokus ein bisschen verändern.

00:25:41: gewisse Dinge entstehen dann durch gute Proms oder den richtigen Einsatz und die richtige Verwendung der KI generierten Daten.

00:25:50: Und ist das eine Kompetenz, die ihr im Studium auch mitbekommen habt?

00:25:53: Oder ist es was was man jetzt eben im Berufsalltag im alltäglichen Lernen dazugewinnt.

00:25:59: Bei uns war es noch nicht so.

00:26:00: der Fokus, der Einsatz war noch nicht verbreitet wie er jetzt ist.

00:26:04: ich kann mir gut vorstellen dass das mittlerweile deutlich größerer Aspekt ist aber damals war es tatsächlich nicht.

00:26:11: Das heißt Learning by doing.

00:26:13: So sieht es aus.

00:26:14: Wasser war das Studium gebracht hat, dass man wirklich angefangen hat auch Software Tools mit durchzunehmen und eben entsprechend in dieses Datenbasierte denken, dass Man das mit gelehrt gekriegt hat Und Das ist natürlich auch für KI ein sehr sehr wichtiger Teil.

00:26:29: Das heißt Es braucht schon immer wieder auch neue Kompetenzen?

00:26:32: Also rA vor zehn Jahren Ist nicht das gleiche wie

00:26:35: rR

00:26:35: jetzt auf

00:26:36: gar keinen Fall

00:26:37: Und man muss sich immer wieder neue Kompetenzen auch aneignen, um eben ein guter RR-Manager zu sein.

00:26:41: So

00:26:42: sieht's aus?

00:26:43: Aber es passt ja zu dir!

00:26:44: Wir haben mich zugehört ansonsten wirds dir langweilig.

00:26:47: Ich hoffe

00:26:47: immer neu herausforderungen.

00:26:49: Welchen Rat würdest du denn deinem ich aus dem ersten Semester heute mit auf den Weg geben?

00:26:54: Ich

00:26:54: weiß nicht mal ob ich da so einen richtigen Rat hab weil eigentlich habe ich alles richtig gemacht um halt hier zu stehen in dem Beruf den ich gerne mache.

00:27:01: Ich stehe morgens gerne auf und gehe gerne zur Arbeit und von daher einfach dran bleiben.

00:27:07: Aber wie schön, oder?

00:27:08: Wenn man das sagen kann.

00:27:08: Total!

00:27:09: Also, manche Wege entwickeln sich natürlich und... Wie ich am Anfang gesagt hatte, ich hätte nie gedacht dass ich in Richtung R.A.

00:27:16: gehe weil ich einfach nicht wusste was R. A überhaupt ist.

00:27:19: aber so finden die Wege dann doch dahin.

00:27:22: Ja, das Leben bringt einen manchmal einfach genau da hin wo man hingehört.

00:27:26: Und es

00:27:27: sieht

00:27:27: aus.

00:27:27: Das ist ja auch das Schöne Heute ein Student oder eine Studentin auf dich zukommt.

00:27:32: Ihr habt ja auch im Unternehmen immer wieder mal Studenten, die dann eben ihre Praktika dort machen und dann vielleicht sagt euch interessier mich für Regulatory Affairs was würdest du ihm raten?

00:27:41: Ich würde sagen go for it!

00:27:43: Go For

00:27:43: It?!

00:27:44: Ich

00:27:44: finde es super!

00:27:46: Es gibt viele die sagen man braucht erst Erfahrungen in anderen Bereichen sich absolut anders.

00:27:52: Ich sage, man kann direkt in den R.A.

00:27:54: einsteigen wenn man das möchte.

00:27:55: Man muss sich bewusst sein dass man sich immer weiterentwickeln muss, dass man immer offen sein muss für Änderungen und Neuheiten.

00:28:02: aber wenn einem das wirklich interessiert dann ist es genau das was man machen sollte.

00:28:06: Also entspannender Top

00:28:08: Total

00:28:09: Ja, schön.

00:28:10: Das klingt wirklich nach einer Menge Spaß bei all den Dokumenten und bei allen schriftlichen Dingen und Administrativen die man auch tun muss.

00:28:20: aber mir war eben auch mal wichtig mit jemand zu sprechen der diesen Job macht um eben auch mit diesem Vorurteil aufzuheben dass es einfach nur trocken ist und ich glaube das hast du super rübergebracht

00:28:28: ja das definitiv nicht so genau.

00:28:31: und wer fragen hat Der soll dich googeln, der kann dich irgendwie finden und da gibst du natürlich dann auch super gerne einfach mal einen Rat.

00:28:38: Na klar!

00:28:39: Ich sage manche Diskussionen machen noch keinen Spaß im Bereich A. Die Momente gibt es natürlich

00:28:43: auch

00:28:44: aber

00:28:45: ich sag

00:28:45: die gibt's auch überall.

00:28:47: Wo gibt

00:28:47: sie nicht?

00:28:48: Also wenn der Hauptteil Spaß macht ist alles richtig gemacht.

00:28:51: So ist das.

00:28:52: Damit sich unsere Höhere noch ein bisschen besser kennenlernen habe ich auch noch drei Fragen mitgebracht, drei Entwederoderfragen Ganz unabhängig jetzt von RA, damit's da draußen einfach alle ein bisschen besser wissen wär es eigentlich Chiara Meyer und die würde ich dir jetzt gerne stellen.

00:29:09: Okay.

00:29:10: Entwicklung begleiten oder Markteinführung ermöglichen?

00:29:15: Oh!

00:29:15: Ich bin bei der Markteinführung verwirklichen

00:29:19: Auch wenn dein Herz auch so ein bisschen für die Entwicklung schlägt, gell?

00:29:22: Ich finde es schon ein bisschen spannend das zu sehen.

00:29:25: Aber wenn ich ein fertig entwickeltes Produkt habe wo's mit der Markteinführung nicht mehr weitergeht dann bringt mir das am Ende nichts.

00:29:33: Deshalb bist du ja auch in dem richtigen Beruf gelandet.

00:29:36: Okay MDR oder FDA?

00:29:40: Schwierige Frage!

00:29:41: Ich hab früher... was heißt früher?

00:29:44: bei meinem letzten Arbeitgeber bei Payunk habe ich FDA gemacht und ich fand super Ich habe es geliebt, FDA.

00:29:51: MDR auch spannend.

00:29:53: wenn ich wählen müsste... ...ich könnte nicht mehr sagen am liebsten beides weil's halt auch total unterschiedlich ist.

00:30:00: das eine ist es eher schon strenger vorgegeben aber die Sachen sind definiert und beim anderen hat man eben diese täglich neue Herausforderung weil da noch so viel in der Entstehung und soviel im Umbruch dann doch immer wieder noch ist

00:30:15: und Interpretationsspielraum auch ein

00:30:16: bisschen.

00:30:18: Ja, ist echt eine schwierige Frage!

00:30:19: Also die

00:30:19: könnte ich tatsächlich nicht beantworten.

00:30:21: Dann habe ich jetzt noch ne einfache Frage für dich.

00:30:24: Mal schauen ob es so einfach für dich ist der Norden oder der Süden?

00:30:29: Auch nicht.

00:30:29: Das ist auch nicht einfach.

00:30:31: Mein Herz schlägt natürlich für den Norden ganz klar aber ich würde jetzt auch nicht wieder zurückgehen wollen in Norden.

00:30:39: Also ich sag, ich hab hier mittlerweile meine Freunde... Ich kann jederzeit hochfahren in Norden wenn ich möchte und die Berge sind natürlich in der Nähe was natürlich super schön ist.

00:30:49: Und ich sage, ich verbringe so viel Zeit bei der Arbeit und ich gehe auch so gerne arbeiten.

00:30:54: diese Möglichkeit auch in dieser Vielfalt mit dem Austausch hätte ich da oben gar nicht und das wird mir total fehlen!

00:31:00: Ich glaube mir würde mein Job da oben vielleicht nur halb soviel Spaß machen.

00:31:04: also der

00:31:05: Süden Kiara, das hat super Spaß gemacht.

00:31:10: Vielen Dank für dieses Gespräch!

00:31:12: Danke dass du uns ein bisschen Einblicke gegeben hast und natürlich jetzt auch nicht nur uns sondern den ganzen Hörern hier die dabei sind.

00:31:18: Vielleicht können Sie Regulatory Affairs jetzt ein bisschen anders einordnen, anders einschätzen oder vielleicht lernen sie es auch gerade erst für sich kennen wie du auch schon gesagt hast am Anfang wusstest du nicht mal was ist das eigentlich?

00:31:29: weil das ja natürlich nicht das klassische Berufsbild ist, dass man jetzt kennt wie den Ingenieur oder irgendwas anderes.

00:31:35: Aber es ist ein super spannendes Berufsfeld und eben ich glaube wir konnten heute echt zeigen, dass es mehr ist als Gesetze und Dokumentationen sondern im Beruf mit Verantwortung der eben auch Innovation ermöglicht und das ist vor allen Dingen möglich, dass diese Produkte wirklich überall beim Patienten ankommen.

00:31:52: Und

00:31:53: sicherer Ankommen?

00:31:54: Das hat

00:31:55: schon ein richtig gutes Gefühl wenn man damit verantwortlich ist, dass Patienten auf der ganzen Welt mit diesen Produkten letztendlich behandelt werden können.

00:32:02: Ist schon cool!

00:32:03: Also es sind so Sinnstiften, dass wir jeden Tag in der Medizintechnik arbeiten dürfen.

00:32:08: Schon irgendwie auch ein Geschenk.

00:32:10: Das ist wirklich

00:32:13: ein spannendes

00:32:13: Thema.

00:32:14: Wenn man überlegt, ich kann es nur empfehlen!

00:32:16: Ja und das unterstützt die Patientensicherheit aber gleichzeitig brauchst du auch ein technisches Verständnis für das Produkt und musst wissenschaftlich arbeiten und strategisch denken.

00:32:27: also da steckt...

00:32:28: Ich habe alle guten Sachen abgedeckt.

00:32:30: Da steckt so viel in diesem Berufsbild und ich hoffe echt dass das jetzt viele nochmal für sich entdeckt haben und kennen lernen.

00:32:37: Und was wir auch heute gesehen haben, ist dass dieser Karriereweg eigentlich selten geradlinig geplant ist.

00:32:42: Die wenigsten wissen nach dem Abi jetzt studiere ich Regulatory Affairs sondern das das eben oft auch erst im Studium oder in den ersten Berufsjahren so richtig entdeckt wird oder man das dann auch für sich entdeckt Und vielleicht hat die Folge ja den einen oder anderen neugierig gemacht, sich das genauer anzuschauen.

00:32:59: Regulatory Affairs lebt es fast auch noch mal kurz zusammen wie du's gesagt hast vom Lebenslang lernen.

00:33:04: also langweilig wirds nie!

00:33:05: Es gibt immer neue regulatorische Anforderungen, es gibt immer wieder neue internationale Märkte, die man erschließen möchte.

00:33:12: Technologische Entwicklungen machen auch die kontinuierliche Weiterbildung zum festen Bestandteil von dem Beruf.

00:33:18: Also ist wirklich spannend.

00:33:21: Und genau dabei möchten wir natürlich auch als Medical Mountains die Branche begleiten, eben mit... Du hast es auch schon erwähnt.

00:33:25: Wir haben Seminare, wir haben berufsbegleitende Lehrgänge, wir hatten Veranstaltungen aber vor allen Dingen eben auch mit dem Fokus auf Austauschen auf Netzwerk.

00:33:34: also ein wirklich starkes Netzwerk für fachlichen Austausch.

00:33:36: du hast doch die Medallions vorher kurz erwähnend wo wir Arbeitsgruppen haben speziell auch für den Bereich den Regulatory Affairs bedient oder mit dem ganzen Themen, mit denen sie sich täglich auseinandersetzen.

00:33:47: Ja, sehr spannend!

00:33:48: Also ich finde es toll dass du uns heute so offen an deinem Werdegang teilhaben lassen hast und deine Erfahrungen auch mit uns geteilt hast.

00:33:54: Schön das du zu Gast warst.

00:33:56: Danke, dass dich da sein durfte.

00:33:59: Und euch Zuhörerinnen natürlich auch herzlichen Dank fürs Einschalten und fürs Zuhören.

00:34:05: und wenn euch die Folge gefallen hat dann abonniert doch einfach metog on air und empfehlt uns auch gerne weiter.

00:34:11: Und damit sagen wir, bis zur nächsten Folge bleibt neugierig.

00:34:15: Wir tun's auf jeden Fall

00:34:17: absolut

00:34:18: und vielen Dank aus dem Studio aus Tuttlingen!

00:34:21: Danke

00:34:21: schön!

00:34:23: Das war MedTalk on Air – der Medizintechnik-Podcast von Medical Mountains mit Julia Steckeller.

00:34:30: Abonniert unseren Podcast, damit ihr keine Folge mehr verpasst.

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